Ettenheimmünster, landschaftlich reizvoll im oberen Münstertal gelegen, war über tausend Jahre lang, vom Anfang des 8. Jahr-hunderts bis zur Säkularisation im Jahre 1803, geprägt von der Benediktinerabtei Ettenheimmünster.

Die barocke Anlage ist in den Jahren 1826 - 1866 einem sinnlosen Abbruch zum Opfer gefallen. Die jetzige Pfarrkirche ist die St. Landelin geweihte Wallfahrtskirche des Klosters.
St. Landelin zählt zu den schönsten Barockkirchen am Ober-rhein und birgt wertvolle Kunstschätze, so eine spätgothische silberne Landelinsbüste, welche die Schädelreliquie des Heili-gen verwahrt.
Die Wallfahrtskirche beherbergt eine Silbermannorgel von 1769, die ebenso wie das schöne Chorgitter aus der ehemaligen Klosterkirche stammt.
Anton Morath schuf das Hochaltargemälde und die Decken-fresken mit der Landelinslegende. Der plastische Außen-schmuck der Kirche, die Altäre und die vier barocken Beicht-stühle sind von dem Klosterbildhauer.
Bei der jährlichen Landelinsprozession (Ende September) wird die Landelinsbüste mitgeführt. Nach der Prozession werden die Pferde und Reiter, welche diese begleiteten vom Pfarrer gesegnet.